Bautzener Osterreiterprozession

Bautzener Osterreiterprozession
© Matthias Bulang (SN), Gabriele Suschke

Das Osterreiten in Bautzen ist keine Folkloreveranstaltung, sondern ein Ausdruck des religiösen und nationalen Gefühls des sorbischen Volkes. Die lebendige Tradition wird in Bautzen seit vielen Jahrhunderten gepflegt. Mit Unterbrechungen durch verschiedenste Umstände ist das Osterreiten in unserer heutigen Zeit eine feste Größe im Leben der sorbischen katholischen Gemeinde in Bautzen. Im Jahre 1927 wurde das Osterreiten durch den sorbischen Kaplan Józef Nowak wiederbelebt. Er organisierte ein Probeosterreiten nach Radibor ohne Gegenbesuch der Radiborer. Der erfolgreiche Verlauf der Prozession und das Interesse des Bautzener Stadtrates veranlasste die Pfarrgemeinde, die „alte“ Tradition 1928 fortzuführen. Auch in der NS-Zeit wurde das Osterreiten fortgesetzt. Durch vielerlei Umstände endete das Osterreiten mit 50 Teilnehmern im Jahre 1971. Im Jahre 1993 wurde es durch den Dompfarrer Kilank und den Liebfrauen-Küster Córlich mit 38 Reitern wieder aufgenommen.

In diesem Jahr werden es wieder über 50 Reiter mit ihren Pferden sein, die die Osterbotschaft von der Auferstehung weit ins Bautzener Land hinaustragen. Auf ihrer Prozession in die Nachbargemeinde Radibor und auf dem Rückweg singen und beten die Osterreiter in sorbischer Sprache von der Auferstehung Christi. Das sorbische Osterreiten in Bautzen, aber auch in den umliegenden Gemeinden, stellt gegenwärtig ein bedeutsames religiöses und nationales Ereignis dar. Es wird von Einheimischen und Gästen aus nah und fern akzeptiert und als festliches Erlebnis erwartet.

Die Osterreiter besuchen gemeinsam den Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht und tragen danach das Osterlicht in die Kirche „Unserer lieben Frau“.

Nach dem Ostergottesdienst am Vormittag des Ostersonntags in der Kirche „Unserer lieben Frau“ in Bautzen umreiten die Osterreiter dreimal die Kirche, erhalten den Segen und reiten über die Friedenbrücke aus der Stadt hinaus, um die Botschaft der Auferstehung Christi der Nachbargemeinde Radibor zu überbringen. Am Nachmittag kehrt die Prozession auf einem anderen Weg nach Bautzen zurück, umrundet dreimal den Dom St. Petri und endet an der Liebfrauenkirche. Es geht ein festlicher Tag für die Reiter und auch die Bautzener zu Ende.

Nun werden die Tiere versorgt, gepflegt und wieder in ihre Heimatstallungen gebracht. Die Tiere kommen von weither und werden größtenteils ausgeliehen. Für die Reiter ist es in jedem Jahr eine große Ehre, an der Prozession wieder teilzunehmen.

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Öffnungszeiten:

08.04. – 08.04.2007

Standort:

Liebfrauenkirche

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Tourist-Information:

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Veranstalter:

Liebfrauenkirche
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(0 35 91) 31 18-33 fax
www.dompfarrei-bautzen.de